Frauen

05.10.14 - SV Traktor Priestewitz – SpVgg Dresden-Löbtau 1:6 (0:3)
Deutlicher Auswärtssieg mit guter Chancenausbeute (R. L.)

Am vergangenen Sonntag fuhren wir in den Kreis Meißen zu unserem ersten Auswärtsspiel nach Priestewitz – erneut ein gänzlich unbekannter Gegner, bei dem wir nicht wussten, was uns erwartet. Noch immer durch zahlreiche Ausfälle geprägt gingen wir mit nur drei Wechslern an den Start, von denen Steffi auf Grund eines grippalen Infektes nur im größten Notfall zur Verfügung stehen würde.
Die Abwehr um Anne stand kompakt und sicher, Susi im Tor bekam kaum etwas zu tun, war aber bei Ecken und Standards wie gewohnt auf dem Posten. Wir kombinierten schön, zeigten aber nicht von Beginn an Powerplay, sodass es bis zur 20. Minute dauerte, bis das erste Tor fiel. Nach einem „doppelten Doppelpass“ zwischen Jana und Inka auf links packte Letztere aus recht spitzem Winkel einen sehenswerten Sonntagsschuss aus, den die Priestewitzer Torfrau zwar noch berührte, der aber letztlich unhaltbar im Winkel einschlug – das 1:0 für uns! Wenige Minuten später hatten wir etwas Glück auf unserer Seite – die gegnerische Stürmerin kam zum Abschluss, Susi konnte den Ball nicht festhalten, sondern nur abfälschen und somit ging er nur wenige Zentimeter an unserem Tor vorbei (auch wenn die mitgelaufene Ronja ihn noch von der Linie hätte kratzen können). Im Folgenden waren wir zwar die spielbestimmende Mannschaft, aber entweder kam der letzte Pass nicht an oder die meist von Claudi in den Strafraum geschlagenen Flanken fanden keinen Abnehmer. Inka hatte das 2:0 zwar auf dem Fuß, traf den Ball aber nur noch mit der Pieke, sodass er das Ziel weit verfehlte. Erst in der 41. Minute setzte sich Jana gut über rechts durch, lief zur Grundlinie von wo sie den Pass in den Rücken der Priestewitzer Abwehr spielte. Dort lauerte die einschussbereite Inka, die gekonnt mit der Innenseite auf 2:0 erhöhte. Nur drei Minuten später machte Inka ihren lupenreinen Hattrick perfekt, indem sie mit Jana eine Wiederholung des vorherigen Treffers zeigte. Mit dem komfortablen aber nicht unverdienten Stand von 3:0 gingen wir in die Halbzeit.
Viel zu kritisieren hatte Tino nicht, selbst die Chancenverwertung, unser bisheriges Manko, war bis dato völlig in Ordnung.
In Halbzeit zwei machte unsere Offensive, insbesondere Inka, genau dort weiter, wo sie aufgehört hatte. Nachdem Claudi den Ball erobert hatte, ging sie im Tempo über rechts, sah die mit gelaufene Inka, legte quer und Inka verwandelte in der 50. Minute eiskalt ins lange Eck. Sieben Minuten später sprang Inka als Vorbereiterin ein, als sie sich über links gut durchsetzt, von der Grundlinie auf die in der Mitte postierte Mona spielt, die direkt abzieht, aber leider nur den Pfosten trifft. Jana war allerdings mit gelaufen, reagierte blitzschnell, schnappte sich den Abpraller und netzte aus der Drehung zum 5:0 ein. Kurz darauf kam Winni für Jana ins Spiel und den Priestewitzerinnen merkte man langsam die Erschöpfung an, da sie keine Wechslerinnen dabei hatten. In der 61. Minute eroberte Anne in unserer Hälfte den Ball, hörte Ronjas dezenten Hinweis, dass sie Zeit und Platz habe, nahm sich diesen zu Herzen und ging mit Tempo durch die Mitte. Dabei ließ sie drei Gegenspielerinnen aussteigen, stand letztlich vor dem gegnerischen Tor und verwandelte mit der ihr eigenen Ruhe und Gelassenheit zum 6:0. Wenig später kam dann Tina für Claudi in die rechte Abwehr und die Priestewitzerinnen versuchten weiterhin, Ergebniskosmetik zu betreiben. In der 79. Minute kam Tina etwas zu spät gegen ihre Gegenspielerin, sodass diese zu Fall kam. Das Foul war zwar deutlich außerhalb des Strafraums, der sehr freundliche, redselige und stets auf Gerechtigkeit und Frieden besonnene Schiedsrichter entschied jedoch, dass hier ein Neunmeter fällig wäre. Die Priestewitzer Schützin ließ Susi im Tor keine Chance, sodass das Endergebnis 6:1 für die Löbtauer Frauen lautete.
Im Ganzen haben wir als Team gut agiert und eine abermalige Neuformierung hat dem Spielfluss keinen Abbruch getan. Wir haben die meisten Chancen konsequent genutzt und hinten wenig zugelassen. Ein großer Dank geht an Fans und Fahrer, die uns begleitet haben und auch noch einmal ausdrücklich an Steffi, die sich trotz Krankheit für den Notfall bereitgehalten hat!
Nächste Woche Sonntag spielen wir bereits um 9:00 Uhr morgens bei der SpG Cossebaude/ Weinböhla und auch wenn die Zeit sicherlich unfreundlich ist zum Sonntagmorgen, freuen wir uns auch dort über Unterstützung!

Aufstellung: Susi – Claudi, Anne, Ronja – Mona, Inka – Jana Wechsler: Tina, Winni, Steffi