1. Männer

30.03.14 - SpVgg Dresden Löbtau - SSV Turbine Dresden 5:4 (2:1)
Belohnung für ein unglaubliches Spiel - Sieg für die Moral

Als die neutralen Beobachter unter den ca. 80 zahlenden Zuschauern am Sonntagnachmittag an die Malterstraße pilgerten, war dass was anschließend zu sehen war keinesfalls vorhersehbar. Zum wiederholten Mal war das Fußballspiel zwischen unseren Gästen von Waldschlößchenbrücke und unserer ERSTEN ein Spektakel und Skandal zugleich.
Ein Spiel welches sich nüchtern und sachlich kaum zusammenfassen lässt. Eigentlich besteht zwischen beiden Mannschaften eher ein freundschaftliches Verhältnis, auch wurde die Partie von beiden Seiten nie unfair oder überhart geführt. 9 Tore, 8 Gelbe-Karten, 2 Platzverweise und eine Unzahl an strittigen Entscheidungen, sprechen jedoch für Spektakel und Skandal. Unsere Jungs konnten in der ersten Halbzeit leider nicht an die gute Leistung in Weixdorf anknüpfen, Unsicherheiten im Spielaufbau, fehlende Durchschlagskraft und teileweise unerklärbare Abstimmungsprobleme prägten das Geschehen. Einzig unsere Stürmer Robert Thomalla (1:0, 13. Minute) und Martin Neubert (2:1, 33. Minute) zeigten sich in Torlaune, den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielte Markus Barthel (31. Minute) sehenswert per Kopf. In Halbzeit 2 weiter fußballerische Magerkost, wobei die Jungs von Turbine über weite Strecken mehr vom Spiel hatten und ihre Spielanlage an diesem Tag wesentlich ausgereifter und planvoller erschien. Jetzt könnte man dieses Spiel sachlich und chronologisch zum Ende bringen aber der Name Felix Mesow seines Zeichens Schiedsrichter dieser Partie, muss leider Erwähnung finden. Kritik steht uns allen nicht zu, ist der Job des Unparteiischen doch eher unbeliebt aber bei einem solchen Spielverlauf bleibt es leider nicht aus. Nicht nur die Spieler auf dem Feld und die Trainer an der Außenlinie sondern auch alle Zuschauer sahen wir der Unparteiische völlig die Kontrolle über das Spiel verlor. Fragwürdige Entscheidungen auf beiden Seiten ließen die Gemüter hochkochen. Zwei „Freistöße“ an der Strafraumgrenze unserer Mannschaft nutzen die Gäste gnadenlos aus. Riko Klausnitzer (54. Minute) und Marcus Förster (59. Minute) brachten Turbine auf die Siegerstraße. Als in der 63. Minute Jens Bitterlich auf Grund wiederholten Foulspieles des Platzes verwiesen wurde, glaubte kaum noch einer an einen Erfolg.
Doch heute war unserer Tag Robert Thomalla, Tino Riedrich und der eingewechselte Stefan Puchta drehten das Spiel innerhalb von 13 Minuten. Unbeschreiblicher Jubel und eine tolle Energieleistung!!! Aber Schiedsrichter Felix Mesow war es wahrscheinlich noch nicht dramatisch genug und Pfiff wieder „Freistoß“ an der Strafraumgrenze. Der ausgeführte Freistoß landet in der Mauer, der Nachschuss springt Robert Topf aus 3 Metern an den angelegt Arm. Der Unparteiische entschied in der 88. Minute auf Handelfmeter und da Robert Topf bereits verwarnt war, zückte Mesow Gelb/Rot.
Rico Klausnitzer nahm das Geschenk an und verkürzte nochmals auf 5:4. In der vierminütigen Nachspielzeit, gelang es unserer Mannschaft in doppelter Unterzahl den Ball vom eigenen Strafraum fern zu halten.
Nach Spielende überwiegte die Freude über den nicht mehr geglaubten Sieg in doppelter Unterzahl mehr, als die Enttäuschung über die mangelhafte Schiedsrichterleistung. Ein teurer Sieg im Kampf um den Aufstieg. Am kommenden Samstag beim SV Sachsenwerk, müssen nun etliche Spieler ersetzt werden. Aber auch dies wird unser Team bewerkstelligen und der Erfolg sollte Mut, Kraft und Moral für die kommenden Aufgaben geben.