C1-Jugend

30.03.14 - Sieg trotz Modeschock
die C1 gewinnt gegen den BSC Freiberg

Ja, das war einer der Augenblicke, auf die die schlichte Reporterseele wartet. Endlich ein neues Thema für das Internet, endlich eine Website, für die man mit der Kamera am Sonntagvormittag den Grundstein legt. Aber nein, statt mit einer Website für die hässlichsten Fußballtrikots ein neues Genre im weltweiten Netz zu gründen, statt sich mit seinen Fotos unsterblich zu machen, ja sich praktisch in den Olymp der Sportfotographie zu katapultieren, findet man unbedarft surfend:

http://www.spox.com/de/sport/diashows/0804/Fussball/best-of/haessliche-trikots/haessliche-trikots.html


Schwer zu sagen, ob es den Spielern unserer C1 peinlich war, in diesem Aufzug aufs Feld zu laufen, davon irritieren ließen sich unsere Jungs jedenfalls nicht. Zwar versuchten die Freiberger, unsere Mannschaft in den ersten Minuten in der eigenen Hälfte zu binden, jedoch schon der erste Gegenstoß zeigte, dass die Freiberger Abwehr die Achillessehne der Mannschaft war. Beim zweiten Vorstoß war es dann auch soweit, denn nach einem Eckball und einem Gewühl im Strafraum konnte Maurice Moll in der 5. Minute mit sehenswerter Technik volley zum 1 : 0 einnetzen.
Wenig später war es Maurice Moll, der schön auf Mark Gramade durchsteckte, was dieser in der 12. Minute mit straffem Schuss ins rechte Eck zum 2 : 0 veredelte. Als Benjamin Gottwald in der 16. Minute nach einem früh abgefangenen Ball mustergültig im Strafraum bedient wurde und dies zum 3 : 0 zu nutzen wusste, schien das Spiel gelaufen zu sein. Entsprechend entspannt ließen es die Löbtauer in den Folgeminuten angehen, jedoch waren die Freiberger offensichtlich nicht gewillt, sich auf ein sonniges Stillhalteabkommen einzulassen. Jedenfalls sorgte deren Kapitän nach schönem Solo für das 3 : 1 und mit etwas mehr Glück wäre selbigem auch noch der Anschlusstreffer gelungen, den jedoch dankenswerter Weise Sebastian Deutschmann, der zuvor bereits mehrmals einen Gegentreffer vereitelte, und der Löbtauer Querbalken verhinderten.
Zum Glück konnte Maximilian Leimer mit einem schier genialen Pass Maurice Moll in Szene setzen, womit dieser in der ersten Minute der Nachspielzeit mittels überlegtem Schuss ins linke Eck den alten Abstand wieder herstellte.
Kurz nach der Pause war es wiederum Maurice Moll, der sich nach einem eher uninspirierten Freistoß durch die halbe gegnerische Abwehr tankte und zum 5 : 1 in der 38. Minute abschließen konnte.
Das Spiel war damit entschieden, was die Löbtauer auch kurze Zeit später durch die Treffer von Mark Gramade (41. Minute), David Karius (47. Minute) und Maurice Moll (57. Minute) mit 8 : 1 zementierten.
In positiver Erinnerung bleibt das 9 : 1 durch Mark Gramade, der sich brillant freigespielt in der 57. Minute trotz Bedrängnis durch den im gesamten Spiel am Rande der gelben Karte agierenden Freiberger Kapitän durchsetzen und gekonnt ins rechte Eck verwandeln konnte. Den Schlusspunkt auf den Löbtauer Torreigen setzte Maurice Moll, der in zwar abseitsverdächtiger Position angespielt wurde, seine Klasse jedoch mit souveränem Schuss ins rechte Eck zum 10 : 1 in der 61. Minute wieder einmal unter Beweis stellte.
Die zwei Komplettaussetzer der Löbtauer Hintermannschaft, die die Freiberger noch zwecks Ergebniskosmetik zum 10 : 2-Endstand nutzten, waren vielleicht kein würdiger Abschluss, taten dem positiven Gesamteindruck aber keinen Abbruch.
Bleibt als Fazit die Erkenntnis, dass die kreative Nutzung der Auswärtstrikotregel als psychologische Fußballtrikotkriegsführung (das streicht Windows Word nicht mal als Rechtschreibfehler an) auch nach hinten losgehen kann.
Ansonsten, herzlicher Glückwunsch und den fehlenden Spielern sei nur mitgeteilt, dass sie einen tollen Fußballsonntagvormittag verpasst haben.

T. Knote

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