C1-Jugend

08.12.13 - Spiel mit Phrasenschweingefahr – die C1 unterliegt beim FV Dresden Süd-West

Endlich Winterpause, aber vor der mehr als verdienten Ruhephase hatte der Spielplan noch das erste Rückrundenspiel auf dem gefühlt windigsten Sportplatz der Staffel vorgesehen, was dann auch bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und einem unangenehmen Wind entsprechend in Szene gesetzt wurde.
Dem Spiel unserer Jungs sah man von der ersten Minute an, dass die verletzungsbedingten Umstellungen dem Zusammenspiel nicht sonderlich dienlich waren. Ein zu großes Loch klaffte im Mittelfeld und an einen geordneten Spielaufbau war in weiten Teilen der ersten Halbzeit nicht zu denken. Natürlich hatte daran auch der Gegner eine gehörige Aktie, denn mit konsequentem Pressing und einer Dopplung der Offensivspieler wurden die Angriffsbemühungen der Löbtauer geschickt unterbunden.
Hinzu kam, dass unsere Abwehr in den ersten Minuten des Spiels mit den schnell aus einem zumeist kompakten Mittelfeldgewühl heraus vorgetragenen gegnerischen Angriffen in mehreren Szenen ihre liebe Mühe hatte und nur mit Glück bzw. unter Ausnutzung des gegnerischen Abschlusspechs einen Rückstand verhindert werden konnte.
Wurden dann über einen geordneten Spielaufbau und vor allem nach einer schnellen Überbrückung des Mittelfeldes selbst Angriffe initiiert, führten diese sofort zu hochkarätigen Chancen, denn die gegnerische Abwehr stand alles andere als sicher. Nur glich die eigene Chancenverwertung fatal der des Gegners, denn zumindest zwei hundertprozentige Einschussmöglichkeiten wurden bis zum Halbzeittee liegengelassen.
Nach der Pause übernahm unsere Mannschaft dann vollständig das Spielgeschehen und drückte die Gegner in deren Hälfte zurück. Allein es fehlte der konsequente Zug zum Tor und hochkarätige Gelegenheiten waren somit Fehlanzeige.
Mag sein, dass es tatsächlich mit Phrasenschweinzahlungen belegte Gesetzmäßigkeiten im Fußball gibt, mag sein, dass es in der eigenen Hintermannschaft an Konzentration und Konsequenz mangelte, mag auch sein, dass die Mannschaft insgesamt zu weit aufgerückt war. Jedenfalls resultierte der erste Angriff des Gegners in der überraschenden und zu diesem Zeitpunkt nicht wirklich verdienten Führung und verursachte kurz darauf eine weitere unkonzentrierte und inkonsequente Abwehrleistung den 2 : 0-Endstand.
Es ist müßig, über den Ausgang des Spiels zu spekulieren, wenn die Chancen in der ersten Halbzeit konsequent genutzt worden wären. Genauso müßig ist es auch, darüber zu philosophieren, wer das Spiel bei durchgehend konsequenter Abwehrarbeit für sich entschieden hätte. Will man aber ein Spiel für sich entscheiden oder will man einen Rückstand wieder umbiegen, sollte man seine Kraft und die verbleibende Konzentration auf das Spiel als geschlossene Mannschaft fokussieren. Mit gegenseitigen Vorhaltungen und dem ständigen Lamentieren über echte oder gefühlte Fehlentscheidungen des Schiedsrichters wurden in der Fußballhistorie hingegen nur wenige Spiele entschieden. Egal, es bleibt dabei, unsere C1 hat die in sie gesetzten Erwartungen in der ersten Halbserie mehr als erfüllt und bei einer Rückbesinnung auf die eigentlichen Tugenden und das in ihr steckende Potential werden unsere Jungs sich, den Trainern und ihrem Anhang noch die ein oder andere Freude bereiten.
Bis dahin seien der geneigten Leserschaft ein besinnliches Weihnachtsfest und ein guter Start im neuen Jahr gewünscht.

T. Knote

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