C1-Jugend

06.10.13 - Sieg durch Dominanz - die C1 gewinnt beim BSC Freiberg

Nachdem unsere C1 im Pokal gegen den VfL Pirna-Copitz ihre Grenzen aufgezeigt bekommen hatte, hieß es am Wochenende, aus den gemachten Fehlern die richtigen Schlüsse zu ziehen. Und unsere Mannschaft, soviel sei vorweggenommen, zeigte ein völlig anderes Gesicht als beim verdienten Pokal-Aus am Tag der Deutschen Einheit. Gleich ab der ersten Minute wurde der Spielaufbau der Freiberger konsequent durch die Angreifer oder spätestens die Mittelfeldspieler unterbunden, wurden bewusst Zweikämpfe gesucht und der Gegner zu Fehlern im Spielaufbau gezwungen. So dauerte es auch nur bis zur 3. Minute, als sich Tino Lederer nach einem Ballgewinn in der gegnerischen Hälfte durch den Strafraum der Freiberger tankte und die frühe Führung der Löbtauer sichern konnte.
Und genau mit dieser Spielweise, die in der Bezirksliga nun mal unabdingbar ist, ging das Spiel weiter. Nach dem Motto "dass du eher am Ball warst als ich, ist reiner Zufall und muss schnellstens berichtigt werden" verhinderten unsere Jungs jeglichen Spielaufbau des BSC Freiberg. Kam doch mal ein Ball durch, war spätestens in der wieder sicher stehenden Abwehr Endstation. Hinzu kam, dass im Gegensatz zum Pokalspiel eroberte Bälle nicht nur planlos geschlagen wurden sondern die Mannschaft einen geordneten Spielaufbau über schnelle Ballstafetten suchte und fand.
Zusätzlich von Vorteil war, dass das Spiel von einem souverän agierenden Schiedsrichter geleitet wurde, der die mit vielen Nickligkeiten garnierte Spielweise der Freiberger zeitig in die richtigen weil fairen Bahnen lenkte.
Sogenannte Zidane-Drehungen scheinen bei unserer C1 offensichtlich beliebt zu sein. Zeigte Maurice Moll schon im letzten Punktspiel ein solches Kabinettstückchen, eiferte ihm Tobias Höschele in der 23. Minute an der gegnerischen Strafraumgrenze nicht minder versiert nach. Schön, dass die Finte dieses Mal belohnt wurde, denn mit seinem zwar missglückten aber dennoch als Kullerball ins Tor trudelnden Schuss konnte unser Mittelfeldmotor den Vorsprung zum längst überfälligen 0 : 2 ausbauen. Ab der 25. Minute ließen es unsere Jungs etwas langsamer angehen, wurden den Freibergern mehr Räume gelassen, insgesamt ein wenig Kräfte gespart und wurde sich trotzdem mit überfallartigen Angriffen in Erinnerung gebracht. Im Grunde hatte unsere Mannschaft aber auch in dieser Phase das Spiel unter Kontrolle und hielt den Gegner vom eigenen 16er fern. Vermutlich von der eigenen Überlegenheit etwas eingelullt, führte jedoch der erste Angriff der Freiberger, bei dem nicht konsequent verteidigt wurde, kurz vor der Pause zum mehr als überflüssigen 1 : 2-Anschlusstreffer.
Nach der Pause wollte unsere C1 sofort die Entscheidung suchen. Wieder wurde der Gegner bereits in dessen Hälfte attackiert und führten Balleroberungen zu klaren Torchancen. Einziges Manko dieser Spielphase war die Chancenverwertung, denn drei - in Worten "drei" 100prozentige Gelegenheiten zum Ausbau der Führung wurden innerhalb von nicht mal fünf Minuten z. T. kläglich vergeben. Neben der vergebenen Möglichkeit, den Sack frühzeitig zuzumachen, bauten die vergebenen Chancen die Freiberger auch sichtlich auf, denn unmittelbar danach verzeichneten diese die beste Phase des eigenen Spiels. Hatte unser Torwart zumindest eine Aktie am 1 : 2, sicherte Sebastian Deutschmann zu diesem Zeitpunkt den Löbtauer Vorsprung mit einer Riesenparade bei einem flach und straff geschossenen Freistoß der Freiberger.
Das Aufbäumen der Freiberger nahm jedoch ein jähes Ende, als nach einer Balleroberung an der Mittellinie ein schnelles Umkehrspiel wie aus dem Lehrbuch regelrecht zelebriert wurde. Über Tobias Höschele gelangte der Ball per feinem Heber zu Maurice Moll, der nicht einmal fünf Sekunden nach der Balleroberung in der eigenen Hälfte mit Heber Nummer zwei zum 1 : 3 in der 59. Minute einnetzte. Vier Minuten später war es wiederum Tobias Höschele, der in einer fast ähnlichen Situation Maurice Moll bediente, wofür dieser sich per - man ahnt es - Heber Nummer drei zum 1 : 4 bedankte.
Der Rest des Spiels war nur noch ein Austrudeln, wobei von außen und auf den Bildern nicht erkennbar war und ist, warum das Tor von David Karius nach Eckball von Maurice Moll, bei dem Stürmer und Verteidiger gleichsam klammerten, abgepfiffen wurde. Fazit - man möge Kürze und Duktus verzeihen: Geiler Kick.

T. Knote

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